Die Mauer

Geschichte ist nicht vergangen. Sie passiert jeden Tag.

Manchmal machen ganz alltägliche Entscheidungen Geschichte: Ein junger Mann in der DDR, Anfang 20, will einen Studienplatz – und leistet im Gegenzug Dienst als Grenzsoldat. Er hat große Träume, will etwas erreichen und arrangiert sich mit seinem Staat – immer in Angst, dass er im Namen des Sozialismus auf einen Flüchtenden schießen muss. 1989 bricht die DDR zusammen – und reißt das Leben des Soldaten mit sich. Solche Lebenswege an der deutsch-deutschen Grenze haben Geschichte geschrieben – doch angefangen haben sie mit scheinbar kleinen, ganz menschlichen Entscheidungen, die wir heute ähnlich treffen könnten.

Die Zuschauer erleben Geschichte aus der Ich-Perspektive. Unmittelbar und emotional: Der fiktive Grenzer erzählt von den Entscheidungen, die sein Leben verändert haben: War der „Deal“ in Ordnung – Grenzdienst gegen den erträumten Studienplatz? War es richtig, einem Staat zu vertrauen, der Ideologie über Menschenleben stellte? Sollte er die Waffen auf einen Mitbürger richten, der das Land verlassen will? Die Hauptperson von WAS GEHT MICH DAS AN? – Die Mauer schafft die Verbindung aus dem Schwarz-Weiß des Geschichtsarchivs hinein in unsere Gegenwart: Wie würde ich heute handeln? Hätte die Vergangenheit auch anders verlaufen können?

Die Erzählung wird ergänzt durch beeindruckendes Archivmaterial und Interviews mit den Wissenschaftlern Marion Detjen und Gerhard Sälter sowie Musiker Thomas Hübner alias Clueso, der in Erfurt aufgewachsen ist.

>> Hintergrund zu den Grenzsoldaten der DDR
>> Unterrichtsmaterial zur Reihe

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